Tag 1 | 20. 09. 2021

Wer schafft es ins Hauptfeld?

Was passiert heute?

Heute starten die WTO, das größte deutsche ITF-Turnier. Das Hauptfeld wird aus insgesamt 32 Spielerinnen bestehen, von denen sich die besten 24 direkt über ihre Weltranglistenplatzierung qualifizieren. Die übrigen 8 Startplätze werden bei einem Qualifikationsturnier, das heute und am morgigen Vormittag ausgetragen wird, ausgespielt. Insgesamt werden 32 Spielerinnen um die begehrten Plätze im Hauptfeld kämpfen, so dass bereits heute mit spannenden Matches zu rechnen ist.

Wiesbaden Tennis Open 2019 | Foto: Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de
Das WTO-Team und die Ballkinder 2019

Aber nicht nur bei den Einzeln wird gekämpft. Auch bei den Doppelspielerinnen geht es um Weltranglistenpunkte. 16 Paare haben hier gemeldet. Die letzten Jahre haben immer wieder gezeigt, dass nicht die nach Weltranglistenplatz besten Spielerinnen am Ende erfolgreich waren, sondern die Spielerinnen, die am besten miteinander harmoniert haben. Und das ist es, was den besonderen Reiz des Doppels ausmacht.

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In or Out? Bei den WTO entscheidet immer noch der Schiedsrichter und nicht das Hawk-Eye

Was wurde eigentlich aus der letzten WTO-Siegerin?

Das letzte WTO-Turnier wurde Corona-bedingt in 2019 auf der Tennisanlage des Tennis-Club Bierstadt in Wiesbaden ausgetragen. Die Siegerin im Einzel war die Tschechin Barbora Krejčíková. Als damalige Nr. 1 der WTA Doppel-Weltrangliste hatte Sie nach den Siegen bei den French Open 2018 und Wimbledon 2018 bereits hochklassige Erfolge vorzuweisen. Ihre größten Erfolge kamen aber danach: der Sieg bei den French Open 2021 im Einzel und in der Doppel-Konkurrenz sowie ihr Triumph bei den Doppel-Konkurrenzen der Olympischen Sommerspielen in Tokio, jeweils zusammen mit ihrer Partnerin Katerina Siniakova. Aktuell belegt Barbora Krejčíková die Plätze 3 in der WTA Doppel-Weltrangliste sowie 11 in der WTA Einzel-Weltrangliste.

Wiesbaden Tennis Open 2019 | Foto: Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de

Wissenswertes

Die WTO werden auf der Anlage des T2 Sport Health Club ausgetragen. Die Plätze wurden neu aufbereitet und mit einem Belag versehen, der dem Belag bei den French Open entspricht. Ursprünglich fanden die Spiele  im Racing Club de France und im Stade Français auf Rasen statt. Für eine Daviscup-Auseinandersetzung wurde 1928 ein neues Stadion in der Nähe der Porte d’Auteuil errichtet, das nach dem Kampfflieger Roland Garros benannt wurde. Für die Plätze wurde als Belag rote Asche gewählt, die aus zermahlenen Ziegelsteinen hergestellt wurde.

Nicht nur bei den WTO stellt der Belag für die Tennisspielerinnen eine besondere Herausforderung dar. Er zwingt zu einem geduldigen Spielaufbau, Netzangriffe werden erschwert und die Spiele dauern meistens länger als beispielsweise auf einem Hartplatz.